Einbrecher-Masche: Wer sind die Rauchmelder-Kontrolleure?

Achtung: Neuer Einbruchstrend

Seit einigen Tagen verbreitet sich die Nachricht wie ein Lauffeuer in sozialen Medien im Internet und über Whatsapp: Unbekannte würden sich Zugang zu Wohnungen verschaffen, um angeblich Rauchmelder zu kontrollieren. Laut der Berichte behaupteten diese Personen, dies sei eine Maßnahme der Feuerwehr im Zuge der Rauchmelderpflicht. Sie trugen laut der Aussagen die Kleidung von Feuerwehrmännern. Dies sei jedoch nur eine Verkleidung. Die wahre Absicht der Verdächtigen sei der Diebstahl von Wertgegenständen. Vermutet wurde auch, dass Wohnungen ausgespäht würden, um spätere Einbrüche zu planen.

Reine Angstmache im Internet? Die Polizei gab zunächst Entwarnung

Die Berichte kursierten also schnell im Internet und bei Whatsapp, wurden jedoch daraufhin von vielen Seiten dementiert. Mehrere Polizeibehörden gaben Entwarnung. In Aalen (Baden-Würtemberg) hieß es beispielsweise, dass „kein solcher Vorfall konkret gemeldet“ wurde. Auch in Nordrhein-Westfalen sei keine Meldung bei der Polizei eingegangen. Handelte es sich bei dieser Einbrecher-Masche also nur um reine Angstmache?

Drei bestätigte Fälle von Trickdiebstahl in Hannover, Laatzen und Bremen

Inzwischen wurden jedoch mehrere Fälle dieser Einbruchs-Masche bei der Polizei gemeldet. Die Betroffenen waren nach dem Wissen unserer Redaktion bisher drei Frauen in Bremen, Hannover und Laatzen im Alter zwischen 78 und 87 Jahren. Die Eindringlinge waren in allen drei Fällen männlich und gaben vor, aufgrund der Rauchmelderpflicht die Rauchmelder kontrollieren zu müssen. So verschafften Sie sich Zutritt.

Im Anschluss versuchten sie, die Betroffenen abzulenken, zum Beispiel, indem sie ein Gespräch anfingen, während der oder die anderen in der Wohnung nach wertvollen Gegenständen suchten. In einem Fall wurde sogar davon berichtet, dass ein Eindringling als Ablenkungsmanöver Maden auf dem Boden verteilte und dann auf diese hinwies. In zwei der drei Fälle waren die Täter erfolgreich und entwendeten Schmuck und Bargeld.

Unser wichtigster Tipp zum Einbruchschutz: Seien Sie wachsam und öffnen Sie keinem Unbekannten die Tür

Auch wenn noch nicht in allen Bundesländern solche Fälle bekannt geworden sind, ist überall Vorsicht geboten! Öffnen Sie niemandem die Tür, den Sie nicht kennen beziehungsweise eingeladen haben. Weder die Feuerwehr noch die Polizei oder eine sonstige Organisation führt zurzeit derartige Kontrollen der Rauchmelder durch. Lassen Sie sich unbedingt einen Ausweis vorzeigen. Und auch wenn Sie jetzt mal fälschlicherweise einem echten Kontrolleur, Lieferanten oder ähnlichen Angestellten den Zutritt verwehren. Unsere Empfehlung ist: Gehen Sie aktuell auf Nummer sicher!

Bekannte Maschen von Einbrechern: Wie Ihr Wissen dem Einbruchschutz dienen kann

Wir haben im vorigen Jahr bereits über ähnliche Maschen von Einbrechern berichtet, unter anderem von der Kommunikation mit Hilfe sogenannter Gaunerzinken. Lesen Sie dazu unseren Blog-Eintrag Wie kommunizieren Einbrecher im Jahr 2015.

In diesem Sinne: Bleiben Sie wachsam, gesund und sicher.

Freundliche Grüße vom Blaupunkt Competence Center Sicherheitssysteme

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