Kenne Deine Nachbarn: Der beste Freund der Einbrecher heißt Anonymität.

Bei meinen Nachbarn in Berlin wurde vor kurzem eingebrochen. Hätten die Nachbarn das verhindern können? Einbrecher nutzen die Anonymität in deutschen Metropolen häufig aus. Denn was kann für einen Einbrecher schöner sein als Anonymität? In großen deutschen Städten wird dementsprechend oft mehr als doppelt so häufig eingebrochen wie auf dem Land.

 

Kriminelle Kletterer im Dächergebirge der Metropole Berlin

Es geschah am helllichten Tag. Unsere Nachbarn, die Seidlers (Name von der Redaktion geändert), waren mit Ihren Kindern in den Süden verreist. Andere Nachbarn, die Welzers (Name von der Redaktion geändert), hörten Geräusche in der Wohnung der Seidlers. Sie gingen zur Wohnungstür und klopften. Wenig später standen sie im Hausflur zwei unbekannten Männern gegenüber, die im Eilschritt von oben kamen und sofort die Flucht ergriffen. Die Welzers waren überrumpelt und ließen die Männer laufen – natürlich eine gute Idee, da es sehr gefährlich sein kann, sich Einbrechern in den Weg zu stellen. Später stellte sich heraus, dass die Männer durch ein Dachfenster bei den Seidlers eingebrochen waren, dann über die Dachtreppe ins Treppenhaus gelangten, um zu fliehen.  

 

Kleine Beute: Den Nachbarn sei Dank.

Der Einbruch hätte wohl schwer verhindert werden können, da die Einbrecher über Umwege unbemerkt auf das Hausdach kommen konnten. Allerdings war die Beute der Einbrecher gering. Sie hatten lediglich einige Halsketten von Frau Seidler gefunden. Und das war wohl der Tatsache zu verdanken, dass die Welzers sich im Treppenhaus über die verdächtigen Geräusche unterhalten und geklopft hatten. Die Täter hörten die Nachbarn, wurden hektisch und ergriffen hastig die Flucht. 

 

Die Nachbarn: Mitbewohner unserer „modernen Dörfer“.

Wer sind diese Menschen, mit denen wir heutzutage unter einem Dach wohnen? Das Wort Nachbarn stammt aus dem Westgermanischen, bestehend aus naehwa „nahe“ und ga-būra- "Mitbewohner der Dorfgemeinschaft". Man könnte also sagen, dass in der Stadt die Bewohnerschaft unserer mehrstöckigen Häuser eine Art moderner Dorfgemeinschaft darstellt. Nur, kennen sich die „Dorfbewohner“ heutzutage eigentlich noch? In vielen, wenn nicht sogar den meisten Häusern unserer Metropolen, ist das wohl nicht der Fall. 

 

Warum Sie Ihre Nachbarn kennen sollten.

Einander zu kennen bedeutet, einander zu helfen.

Ob Ihr Nachbar etwas unternimmt, wenn er in Ihrer Wohnung ein auffälliges Geräusch hört, ist stark davon abhängig, ob er Sie kennt. Egal ob es sich um einen Einbruch oder eine andere Notsituation handelt – es ist beruhigend, wenn immer jemand in der Nähe ist, der bereit ist, zu helfen. Es lohnt sich also in jedem Fall, mal einen Kuchen zu backen, Kaffee zu kochen und die Nachbarn einzuladen. Es muss ja keine tiefe Freundschaft dabei entstehen. Aber ist es nicht schön und interessant herauszufinden, wer im Haus oder in der Nachbarschaft noch so alles wohnt?

Einander zu helfen bedeutet, sicherer zu leben.

Einbrecher möchten meist genau wissen, ob jemand länger abwesend ist: Einer Umfrage in den USA nach meiden etwa zwei Drittel der Einbrecher bewohnte Häuser oder Wohnungen. Daher ist deren liebster Anblick ein überquellender Briefkasten. Also ein weiterer Grund, Ihre Nachbarn zu kennen – Sie leeren mit Sicherheit gerne mal Ihren Briefkasten, während Sie im Urlaub die Sonne genießen. Genauso könnte ein Einbrecher nachsehen, ob sich über mehrere Tage kein Auto in der Einfahrt befindet. Vielleicht möchte Ihr Nachbar ja während der Urlaubszeit einfach mal in Ihrer Einfahrt parken? Und Sie können sich sicher auch mal revanchieren.

Am Ende freuen sich ja vielleicht sogar die Pflanzen im Haus über Ihre Bekanntschaft.

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Sie leben lieber zurückgezogen oder haben verrückte Nachbarn?

Es ist ja nicht jedermanns Sache, eine Nachbarschafts-Feier zu organisieren und alle Nachbarn kennenzulernen. Vielleicht sind Sie ein Mensch, der einfach lieber für sich wohnt. Oder Ihre Nachbarn sind Ihnen nicht wohlgesinnt, womöglich sogar nicht ganz bei Trost? Falls dem so ist, dann gibt es andere Wege, für Sicherheit zu sorgen. Zum Beispiel können Sie mit Zwischensteckern Anwesenheit vortäuschen, während Sie im Urlaub sind. Ein Sicherheitssystem, das dies durch smarte Hausautomation ermöglicht, könnte Ihnen gefallen. Dann ist es nicht ganz so wichtig, wie Sie sich mit Ihren Nachbarn verstehen. Nach dem Motto – anonym, aber sicher.

 

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